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Kokedama selbstgemacht

Diese eleganten Mini-Gärten sind ein echter Hingucker auf jedem Balkon! Denn es gibt sie praktisch nirgendwo zu kaufen, und man sieht sie im deutschen Sprachraum im Allgemeinen recht selten bis gar nie. Kein Problem, denn mit ein wenig Geduld kann man sie erstaunlich einfach selbst herstellen.

Was sind Kokedama?

Ursprünglich sind Kokedama eine Bonsaivariation aus Japan und frei übersetzt bedeutet der Name schlicht ‘Mooskugel’. Früher wurden sie als Bonsais der amen Leute angesehen, da man sich dabei die aufwendig hergestellten Bonsaitöpfe sparen konnte. Inzwischen haben die hübschen Mooskugeln dieses Klischee allerdings abgeschüttelt und erfreuen sich weltweit wachsender Beliebtheit. Wir zeigen Ihnen nun, wie Sie Ihren eigenen Kokedama aus praktisch jeder beliebigen Pflanze selbst machen können! 

Materialien:

Wasser, Moos, Bonsaierde, Herkömmliche Erde, Widerstandsfähige Schnur, Zwirn oder Garn, Eine Pflanze nach Wahl

Utensilien:

Schere, Handschuhe gegen schmutzige Hände, Je nach Bedarf einen Haken zur Befestigung

Schritt 1

Zunächst zerkleinert man einen Teil vom Moos und mischt es etwa zu drei gleichen Teilen mit der Bonsaierde und der herkömmlichen Erde. Dem ganzen fügt man gerade so viel Wasser hinzu, dass die Konsistenz an Matsch oder Pizzateig erinnert und sich die Mischung gut formen lässt. 

Schritt 2

Man formt nun einen Erdball in der gewünschten Größe und testet ihn auf seine Festigkeit – wenn man ihn auf den Tisch fallen lassen kann, ohne dass er auseinanderfällt, ist die gewünschte Konsistenz erreicht. Wenn er allerdings bröckelt oder bricht, sollte man noch ein wenig mit der Erdmixtur experimentieren. 

Schritt 3

Die Wurzel der Pflanze legt man am besten unter fließendem Wasser frei und arbeitet dann den Wurzelballen so in den Erdball ein, dass er noch immer gut zusammenhält. 

Schritt 4

Angefangen mit dem größten Stück am Boden, trägt man nun das Moos auf die Erde auf. Durch die Feuchtigkeit sollte das Moos zunächst von selbst haften bleiben. 

Schritt 5

Schlussendlich umwickelt man das ganze mit dem Garn, wobei man währenddessen ein mehr oder weniger loses Netz spinnt. Es empfiehlt sich, in regelmäßigen Abständen Knoten und Überschneidungen einzubauen, um eine langfristige Festigkeit zu gewährleisten. 

Fertig! 

Man kann den Moosball nun entweder ganz traditionell auf einen Untersetzer stellen, oder man nimmt eine reissfeste Schnur, um ihn aufzuhängen. Der Ort richtet sich hierbei nach der verwendeten Pflanze. Es empfiehlt sich aber, volle Sonnenbestrahlung zu vermeiden, um ein schnelles Austrocknen des Mooses zu verhindern. 

Gießen & Pflege:

Man sollte hin und wieder das Gewicht und die Feuchtigkeit des Kokedama überprüfen. Nach etwa 7 Tagen sollte es an der Zeit sein, ihn zu gießen – hierzu stellt man ihn einfach auf einen Suppenteller oder in eine Schüssel mit Wasser und wartet bis es aufgesogen ist. Dies sollte je nach Größe etwa 15 Minuten dauern. 

Sollte das Moos zu schnell trocken werden, kann man es regelmäßig mit Wasser besprühen. 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Basteln und viel Freude mit Ihrem selbstgemachten Kokedama

Bildnachweis: LaXo72/Getty Images